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Im Februar 2006 feiert die evangelische Kindertagesstätte der Matthäus-Gemeinde ihren 40sten Geburtstag. Nun, werden Sie sagen, die Gemeinde ist schon viel älter ... aber nichtsdestotrotz will ich mich hier zu Worte melden. Ich bin Karin Höhne, seit 1975 in dieser Kindertagesstätte tätig – zuerst als Horterzieherin – seit 1. Januar 1981 als Leiterin, also seit 31 Jahren. In all den Jahren ist dieses Haus für Kinder in Steglitz meine zweite Heimat geworden. Die Kita (Kürzel für Kindertagesstätte) bietet Platz für 80 Kinder im Alter von 1 Jahr bis zum Schuleintritt; 15 Mitarbeiterinnen (11 im pädagogischen Bereich, 4im Wirtschaftsbereich) sorgen sich täglich von 6.00 bis 17.00 Uhr um das seelische und leibliche Wohl der Kinder.
Äußerliche und innerliche Veränderungen
In all den Jahren hat sich das Profil der Kita grundlegend verändert, „außen“ und auch „innen“. Mit „außen“ meine ich unter anderem den „Oberlini-Garten“, der zu allen Jahreszeiten viel zu bieten hat: im Sommer buntes Treiben unter Sonnensegeln und Tischen, die zum Essen und gemütlichen Beisammensein einladen, mit toller Spiellandschaft und altem Baumbestand; im Herbst und Winter Blätter sammeln, Schneemann bauen und Lagerfeuer im Dunkeln. Außerdem sind in den letzten 3 Jahren sämtliche sanitären Anlagen und auch Flur und Gruppenräume restauriert, re-
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noviert und mit neuem Mobiliar ausgestattet worden. Unser Haus ist hell und freundlich – nicht zuletzt durch das hochmotivierte Team.
Freude und Fachkompetenz
Berliner Bildungsprogramm, Qualitätsmanagement, Fortbildungen der Mitarbeiterinnen zur Psychomotorikerin und Integrationserzieherin, Sprachentwicklung und Förderung, Beobachtung und Dokumentation im Kita-Alltag, musikalische Früherziehung, mathematische und naturwissenschaftliche Grund erfahrungen, gesunde Ernährung und mehr geben den Erzieherinnen und Wirtschaftskräften Fachkompetenz,die die Freude an der täglichen Arbeit mit den uns anvertrauten Kindern verstärken. Die Gruppen übergreifende Arbeit im gesamten Elementarbereich kommt allen Kindern zu gute, da jede Erzieherin ihre unterschiedlichen Fähigkeiten und von Gott gegebenen Gaben zum Wohle aller Kinder einsetzen kann. Es wird getanzt, getöpfert, gesungen (wir singen jeden Morgen im ,,Morgenkreis“ christliche und jahreszeitenbedingte Lieder mit abschließendem Gebet), geturnt, an der Werkbank gesägt, in der Forschergruppe erste Experimente gemacht. Bei den Mathe-Kings wird sortiert, Muster gelegt und zählen gelernt, mit der Lupe werden Käfer betrachtet. Kreative Basteleien fördern kleine Künstler, Geschichten werden gehört und nacherzählt. Kinder begegnen den biblischen Geschichten in unserer Matthäuskirche im Kita-Gottesdienst und im täglichen Leben in
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der Kita. Kinder turnen unter fachfraulicher Aufsicht, lernen ihren Körper zu spüren und erfahren, werden gefördert in allen Bereichen; verreisen mit uns nach nah und fern, lernen unseren Kiez kennen, übernachten in der Kita, besuchen mit uns alle tollen „locations“, die eine Großstadt bietet.
Aber vor allen diesen wichtigen Dingen steht eine Sache bei uns im Vordergrund: Wir wollen den uns anvertrauten Kindern eine familiäre und freundliche Atmosphäre geben, einen Ort, an dem sie sich wohl fühlen, angenommen werden mit all ihren Stärken und Schwächen, behütet und beschützt werden und Kind sein dürfen!
Schon 25 Jahre dabei
Kümmern um Menschen und Pflanzen
Aber: wir sind immer noch auf dem
Weg. Als "Kindergärtnerinnen" haben wir
uns in all den Jahren fruchtbarer Zusammenarbeit
nicht nur um die "Kinderlein"
und die Erwachsenen gekümmert, sondern
auch um den Garten der Kita Oberlin:
viele Bäume (inzwischen sind es wirklich
welche geworden), Hecken und andere
Grünpflanzen haben wir in schweißtreibender
Arbeit gepflanzt und die Scholle im
wahrsten Sinne beackert. Das hat viel Spaß
gemacht und der Erfolg hinterlässt Spuren
für die Zukunft...
Nun komme ich zum Schluss mit einem
kleinen Gebet:
Lieber Gott, steh uns bei in dieser oft
nicht einfachen Zeit, gib uns Gesundheit
und Kraft, alles zu Deinem Wohle zu
gestalten, erhalte uns unsere Zuversicht
und Fröhlichkeit zum Wohle aller uns
anvertrauten Kindern und Erwachsenen.
Halte deine schützende Hand über uns!
Karin Höhne
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